Skip to main content

Ergebnisse 2. Online-Umfrage

Hier haben wir nach Ihrer Meinung zu der aktuellen Situation an Schulen gefragt. Wo sehen Sie Verbesserungspotential im Hinblick auf die Umsetzung von Hygienemaßnahmen? Was wären Ihre Vorschläge? Welche vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen sind in Schulen nicht umsetzbar, oder welche zusätzlichen Maßnahmen sollten umgesetzt werden? Bei all denen, die teilgenommen haben, bedanken wir uns ganz herzlich.


Hier möchten wir Ihnen einige der Ergebnisse unserer 2. Umfrage vorstellen.

Ergebnisse der zweiten Online-Umfrage

Die zweite Online-Umfrage wurde von Oktober bis November 2021 durchgeführt. Wenige Fragebögen konnten für die Auswertung nicht berücksichtigt werden, weil keine Frage beantwortet wurde oder die Teilnehmer nicht aus Mecklenburg-Vorpommern kamen. Wir konnten letztlich die Fragebögen von 1382 SchülerInnen, 614 LehrerInnen, 2019 Eltern und 184 SchulleiterInnen auswerten. Am häufigsten haben SchülerInnen und LehrerInnen von Gymnasien unseren Fragebogen ausgefüllt, sowie Eltern und Schulleitungen von Grundschulen.

Im Vergleich zur ersten schugi-MV Umfrage haben fast doppelt so viele Personen teilgenommen. Bei der zweiten schugi-MV Umfrage hat uns besonders interessiert, ob und wie sich die Meinungen verändert haben. Daher haben wir im Folgenden die Ergebnisse der ersten und zweiten Umfrage gegenübergestellt. Die Ergebnisse der ersten Umfrage sind in Blau- und Grüntönen dargestellt und die Ergebnisse der zweiten Umfrage in Orange- und Pinktönen.

In den Freitextfeldern der Umfrage wurde teilweise die Befürchtung geäußert, dass „sowieso niemand“ die Freitextangaben lesen würde oder die Äußerungen nicht an der „richtigen“ Stelle gehört werden würden. Wir können Ihnen versichern: Jeder einzelne Freitext-Eintrag (es sind 11.794) wurde vom Greifswalder schugi-MV-Team gelesen. Die Bemerkungen wurden nach Möglichkeit zusammengefasst. VertreterInnen der Ministerien für Bildung und Kindertagesförderung und Soziales, Gesundheit und Sport haben sich kurz vor Weihnachten noch die Zeit für eine Präsentation der Ergebnisse der Umfrage genommen.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Akzeptanz und Bedürfnisse im Hinblick auf Hygienemaßnahmen

Es gibt es weiterhin eine große Akzeptanz und überwiegende Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Diesen wichtigen Aspekt konnten wir erneut in der Befragung herausstellen. Sowohl SchülerInnen, als auch LehrerInnen halten sich meistens oder immer an die jeweils geltenden Hygienemaßnahmen. Über zwei Drittel aller Befragten empfinden die Hygienemaßnahmen als ausreichend. Die Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist weiterhin niedrig.

Es zeigte sich jedoch auch, dass der Anteil von Personen, welche die Hygienemaßnahmen als sinnvoll erachten - insbesondere bei SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen - im Vergleich zur 1. Umfrage abgenommen hat. Zudem zweifelt jeweils ein Drittel der SchülerInnen und Eltern an der Wirksamkeit der Hygienemaßnahmen, die Infektionsgefahr an Schulen wird jedoch höher als zum Zeitpunkt der 1. Umfrage eingeschätzt. Ein Viertel aller Befragten würde freiwillig nirgendwo in der Schule eine Maske tragen.

In den Freitextfeldern spiegelten sich diese Ergebnisse wider und es wurde deutlich, dass die Meinungen im Hinblick auf Hygienemaßnahmen weit auseinander gehen: Es wird sowohl die Abschaffung von Maßnahmen als auch die strengere Kontrolle der Einhaltung mit der Möglichkeit von Sanktionen gefordert.

Hier sehen Sie die Ergebnisse zu ausgewählten Fragen der Umfrage:

Der Anteil von Personen, welche die Hygienemaßnahmen als sinnvoll erachten, hat insbesondere bei SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen im Vergleich zur 1. Umfrage abgenommen. Zudem zweifeln nun jeweils ein Drittel der SchülerInnen und Eltern an der Wirksamkeit der Hygienemaßnahmen.

Insbesondere im Vergleich zur ersten Umfrage ist der Anteil von Personen, welche denken, dass in Schulen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, angestiegen. Dieser Trend war in allen Gruppen zu verzeichnen.

Die SchülerInnen halten sich weiterhin überwiegend an die jeweils geltenden Hygienemaßnahmen.

Auch LehrerInnen halten sich weiterhin überwiegend an die jeweils geltenden Hygienemaßnahmen.

Die Maskenpflicht während des Unterrichts bei Kindern und Erwachsenen wird weiterhin von über 77% der Teilnehmenden als sinnvoll eingeschätzt. Lediglich die Maskenpflicht auf dem Pausenhof wird von jeder 3. Person abgelehnt.

Zudem haben wir gefragt, wo Personen freiwillig eine Maske tragen würden. Hier hat ein Viertel der Befragten angegeben, dass sie freiwillig nirgendwo in der Schule eine Maske tragen würden. SchülerInnen würden am ehesten auf dem Flur oder im Sekretariat eine Maske tragen, LehrerInnen am ehesten auf dem Flur, im Klassenraum und im Sekretariat.

Das Sicherheitsgefühl durch Schnelltests hat bei SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und auch bei Schulleitungen im Vergleich zur ersten Umfrage abgenommen und beträgt zwischen 54% und 73%.

Zudem wollten wir wissen, was die Teilnehmenden von Luftfiltern halten. Hierzu sind die Meinungen gespalten: Die Eltern würden mit 59% Zustimmung Luftfilter am ehesten bevorzugen. Knapp die Hälfte aller SchülerInnen und LehrerInnen finden Luftfilter sinnvoll. Nur jede dritte Schulleitung findet Luftfilter sinnvoll. 19% bis 33% der Befragten sind sich nicht sicher, ob Luftfilter in der Schule sinnvoll sind.

Lernen und Lehren unter Pandemiebedingungen

Auch bei der zweiten schugi-MV Umfrage wollten wir wissen, welche Herausforderungen es aktuell im Hinblick auf den Unterricht unter Pandemiebedingungen gibt. Auch haben wir erneut gefragt, welche Hürden im Falle von Distanzunterricht auftreten.

In den Freitextangaben wurde von allen Teilnehmenden insbesondere der Wunsch nach einer Verbesserung der technischen Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software inkl. stabilem Internet häufig geäußert.

Positiv zu vermerken ist, dass im Vergleich zur ersten Umfrage die Schulleitungen Informationen zu neuen Regelungen rechtzeitiger erhalten. SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen fühlen sich zu einem Großteil gut informiert.

Die Fragen der ersten und zweiten Umfrage unterscheiden sich in den darüber dargestellten Diagrammen inhaltlich. Bei der ersten Befragung wollten wir wissen, wie viel die SchülerInnen im Vergleich zu vor der Pandemie lernen, wohingegen wir bei der zweiten Befragung wissen wollten, wie viel die SchülerInnen im Vergleich zum letzten Schuljahr lernen.

Hier ist insgesamt ein positiver Trend zu verzeichnen: Insbesondere SchülerInnen und Eltern haben den Eindruck, dass die SchülerInnen überwiegend genauso viel, oder sogar mehr als im letzten Schuljahr lernen. Lediglich die LehrerInnen haben zu 40% den Eindruck, dass die SchülerInnen eher weniger als im letzten Schuljahr lernen.

Impfbereitschaft

Auch bei der zweiten Online-Umfrage wollten wir wissen, wie viele Personen bereits geimpft sind, sich bald impfen lassen möchten, oder die Impfung ablehnen. Zudem haben wir gefragt, welche Gründe gegen eine Impfung sprechen.

Wir haben die SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Schulleitungen gefragt, wie viele sich impfen lassen möchten oder bereits geimpft sind. Diese Antwortmöglichkeiten wurden als Impfbereitschaft gewertet, wohingegen "Nein" als keine Impfbereitschaft eingeordnet wurde.  Insbesondere im Vergleich zur ersten Online-Umfrage sind die Teilnehmenden zu einem größeren Anteil geimpft, auch die Impfbereitschaft hat zugenommen. Über 90% der LehrerInnen und Schulleitungen, sowie 53% der SchülerInnen haben angegeben, dass sie bereits geimpft sind. Lediglich in der Gruppe der Eltern wird die Impfung weiterhin von 22% der Befragten abgelehnt.

Hinweis: Zum Zeitpunkt der Umfrage wurde die Impfung nur für Kinder ab 12 Jahren empfohlen.

Infektionen

In der aktuellen Umfrage hat uns interessiert, wie viele Personen sich jemals mit dem Coronavirus angesteckt haben. Es zeigte sich, dass 6% der SchülerInnen und jeweils 7% der Eltern, LehrerInnen und Schulleitungen jemals mit dem Coronavirus infiziert waren. Nur 1-2% der Teilnehmenden wollten keine Angabe dazu machen. Von den Personen, welche bereits einmal betroffen waren, haben 64% bis 85% von Symptomen berichtet und 43% bis 83% fühlen sich wieder ganz gesund. Es fühlen sich 45% der Schulleitungen und 57% der LehrerInnen, welche sich schon einmal mit Corona angesteckt haben, nicht wieder ganz gesund. Einschränkend muss man sagen, dass wir nicht wissen, wie lange die Infektion jeweils her ist, so dass noch bestehende Symptome mit einer aktuellen Infektion zusammenhängen können.